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“Kann ich überhaupt Geld für meine Arbeit verlangen?”

“Mir ist es super unangenehm, wenn ich um Geld fragen muss.”

“Was, wenn meine Community dann auch noch Nein sagt?”

Mit solchen Sorgen schlagen sich so einige Medienmacher:innen herum – selbst wenn sie sich eigentlich schon dafür entschieden haben, dass sie gerne Mitgliedschaften anbieten würden. Bei Steady bekommen wir das immer wieder mit, weil uns Fragen in diese Richtung erreichen.

Was wir aber genauso mitbekommen: Solche Zweifel sind fast immer unbegründet. Dein Publikum unterstützt dich gerne bei dem, was du tust! Solltest du dir aber noch unsicher sein, ist dieser Artikel für dich.

“Ich muss los…”

Keine Zeit für Zweifel? Dann leg los! Vielleicht hilft dir ja unsere Anleitung mit ersten Schritten dabei.

Keine Zeit, aber trotzdem Zweifel? Es gibt eine solide Möglichkeit, um herauszufinden, ob deine Community grundsätzlich dazu bereit ist, dich zu unterstützen: Einfach nachfragen. Zum Beispiel mit einer kleinen Umfrage auf deinen Social Media Kanälen.

“500 Gramm Brot, bitte.” – “Macht 1,50 Euro.”

Für ein Produkt wie Brot bezahlst du einen festgelegten Preis, damit es in deinen Besitz übergeht. So ähnlich ist das auch bei Abonnements: Hier zahlst du zum Beispiel für eine Printausgabe oder den digitalen Zugang zu einer Zeitung.

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Bei Mitgliedschaften aber ist das anders. Auch hier gibt es zwar festgelegte Preise, aber es geht nicht einfach nur um den Erwerb eines Produkts. Anders gesagt: Wer Brot oder Abos haben will, muss zahlen, wer Mitglied bei einer Publikation oder einem Projekt wird, will zahlen. Und zwar um dieses Projekt, deine Arbeit, zu unterstützen.

Die Motivation ist also grundlegend verschieden – und deswegen geht es bei Mitgliedschaften im Grunde eigentlich gar nicht ums Geld, zumindest nicht in erster Linie. Für dein Publikum ist der Mitgliedschaftsbeitrag ein Mittel, um für die Arbeit, die du machst, Wertschätzung und Anerkennung zu zeigen. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum es sich lohnt, eine Mitgliedschaft abzuschließen.

Deine Mitglieder unterstützen dich…

  • weil sie dich und deine Arbeit mögen und dir vertrauen. Sie möchten, dass deine Publikation weiterhin bestehen bleibt.

  • um Danke zu sagen.

  • weil sie selbst an das Ziel glauben, das du mit deinem Projekt verfolgst.

  • weil sie zu der Gruppe deiner Mitglieder gehören wollen und Teil deines Projekts werden möchten.

  • nicht nur deswegen, weil sie wie bei einem Abo schlichtweg Zugang zu bestimmten exklusiven Inhalten erhalten.

  • übrigens auch nicht notwendigerweise wegen der Gegenleistungen, die du in deinen Paketen anbietest.

  • um sich mit dir und anderen Mitgliedern auszutauschen.

Fazit: Zwei Dinge sind entscheidend

Das Besondere bei Mitgliedschaften ist die enge und persönliche Beziehung zwischen Medienmacher:innen und deren Publikum. Das ist, was Mitglieder schätzen und wofür sie bezahlen. Sorgen darüber, ob deine Arbeit die Bezahlung wert ist, sind also unbegründet.

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Grob gesagt müssen nur zwei Dinge erfüllt sein: Du lieferst regelmäßig Inhalte – egal in welcher Form – und du hast eine direkte Beziehung zu deinem Publikum. Ein Mitgliedschaftsprogramm ist für beide Dinge hilfreich. Da du dich intensiv mit deiner Community austauschen kannst, findest du auch schnell heraus, was deine Mitglieder eigentlich genau lesen, sehen oder hören wollen. Richtig gut funktioniert das übrigens beim Online-Magazin Krautreporter.

Übrigens wird natürlich nicht jede:r Einzelne aus deinem Publikum zu einem zahlenden Mitglied. Das ist aber auch überhaupt nicht nötig.

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